„Früher war alles besser“, … dies ist die Haltung vieler Menschen in Unternehmen und Mitarbeiter artikulieren dies auch deutlich.

Wer jahrelang auf einem Binnenschiff auf dem Rhein unterwegs war, mit festen Verladeterminen, der immer gleichen Strecke und Lotsen, dort wo es gefährlich werden könnte, der fühlt sich in einem Schlauchboot beim Rafting zunächst auch unsicher.

Wenn sich das Umfeld nun jedoch immer schneller verändert, dann ändern sich auch die Anforderungen an Führung – und dabei mag manch einer langjährigen Führungskraft der Wandel genauso schwer fallen wie ihren Mitarbeitern.
 
Das Bild der beiden Hände steht für einen Führungsansatz, um sowohl in dynamischen, als auch in stabilen Kontexten sicher und souverän agieren zu können.
 

Die rechte Hand befördert Innovation, Agilität und Flexibilität.

Führungskräfte, die ihre „rechte Hand“ gut nutzen …

  • sorgen für eine inspirierende Vision von der Zukunft
  • vermittelten Sinnhaftigkeit und Bedeutung von Zielen und Aufgaben
  • erläutern Unternehmensziele, damit diese für das Team nachvollziehbar und anschlussfähig sind
  • interessieren sich für Menschen, sehen deren Stärken und Beiträge und bietet anderen eine ehrliche Beziehung an
  • vernetzen Menschen gezielt miteinander
  • räumen Freiräume ein und nehmen die Angst vor Fehlern, dort wo Neues gewagt wird
  • stellen bestehende Routinen, Gewohnheiten und Annahmen auch mal auf den Prüfstand
  • laden zu eigenständigem Denken und Problemlösen ein
  • folgen Werten und Prinzipien und stehen auch für diese ein, wenn es schwierig wird
  • geben regelmäßig Feedback, damit Mitarbeiter wissen, wo sie stehen
  • hören zu und fragen

Dieses Führungsverhalten fördert Engagement, Eigeninitiative, die Übernahme von Verantwortung und Co-Kreation bei Mitarbeitern, also all das, was zum Gelingen von Veränderung im digitalen Zeitalter beiträgt.
 
Nun verändert sich jedoch nicht alles auf einmal. Das operative Geschäft läuft weiter und muss meist parallel optimiert werden. Zum Führen in einem eher stabilen Umfeld, also dort, wo nach wie vor langfristig und detailliert geplant werden kann, brauchen Führungskräfte die linke Hand.
 

Die linke Hand sorgt für eine klare Ausrichtung und Effizienz.

Führungskräfte, die ihre „linke Hand“ gut nutzen …

  • vereinbaren messbare Ziele hinsichtlich Leistung und Verhalten
  • belohnen gute Leistung und konstruktives Verhalten
  • sorgen für optimale Arbeitsbedingungen
  • etablieren klare Strukturen und Prozesse
  • entscheiden oder führen Entscheidungen herbei
  • schreiten bei Planabweichungen proaktiv ein
  • geben regelmäßig Feedback, damit Mitarbeiter wissen, wo sie stehen
  • hören zu und fragen

Dieses Führungsverhalten gibt Mitarbeitern vor allem Sicherheit und das Gefühl, mit Ihren Bordmitteln weiterhin leistungsfähig zu sein.

Eine gute Führungskraft nutzt beide Hände angemessen, und zwar auch wenn meist eine Hand die intuitiv-dominante Hand ist. Genau hier liegt die Herausforderung: sich immer wieder zu reflektieren, inwiefern das eigene Führungsverhalten tatsächlich der Situation angemessen und für das Gegenüber hilfreich ist.
 
Im Basisprogramm Führung lernen Sie die Beidhändige Führung auf Ihre konkrete Führungsherausforderung anzuwenden und mit Ihrem persönlichen Stärkenprofil zu verknüpfen. Sie verfügen über mehr Sicherheit für Ihre Rolle und über ein breiteres Verhaltensspektrum, um in unterschiedlichen Führungssituationen souverän agieren zu können.