In der neuen Rolle schnell sichtbare Ergebnisse erzielen! Klingt gut, mag jedoch dazu führen, dass alle Zeit und Energie der ersten 100 Tage ins operative Geschäft fließen.

Derweil entsteht ganz unbemerkt eine Teamkultur. Auch wenn Sie das Team übernommen entsteht Kultur und zwar verstanden als kollektive Wahrnehmung und Verhalten. Teammitglieder beobachten, interpretieren und bilden sich ihre Meinung über den oder die Neue. Kultur oder Bewertungen im Nachhinein zu verändern ist immer mühsamer, als dies gleich bewusst zu gestalten.

  1. Nehmen Sie sich Zeit, sich als Team kennen zu lernen und ermöglichen Sie Beziehungsaufbau. Selbst bei virtuellen Teams kann dies gelingen, wenn Sie Raum und Zeit für Persönliches und Teamentwicklung geben.
  2. Zeigen Sie, wofür Sie stehen und was Ihnen wichtig ist, denn Ihr Team fragt sich sowieso wer der oder die Neue ist. Welche Werte sind Ihnen wichtig? Welches sind Ihre Vorstellungen von guter Zusammenarbeit, Führung und Erfolg? Worauf können sich Ihre Teammitglieder bei Ihnen verlassen?
  3. Geben Sie die Richtung vor und kommunizieren Sie klar, welchen wertvollen Beitrag Ihr Team im Kontext der Organisation für Kunden oder die Welt leisten kann. Dies hilft Teammitgliedern den Sinn der eigenen Arbeit zu erkennen und ist die Grundlage für die Übernahme von Verantwortung.
  4. Seien Sie ansprechbar. Selten beschweren sich Mitarbeiter, das zu wenig mit Ihnen gesprochen wird. Gerade zu Beginn ist Kontakt, Zuhören, Nachfragen und noch mal Zuhören wichtig.
  5. Finden Sie einen Quick Win oder ein Projekt, mit dem Sie in Ihrer neuen Rolle sichtbar werden. Vielleicht ist dies ein Prozess, der schon lange ineffizient ist und Frustration hervorruft; eine Schnittstelle, die blockiert ist. Oder auch das Ansprechen des berühmten weißen Elefanten im Raum (Tabu), welches sich zuvor niemand getraut hat, kann so ein Gefühl gemeinsamen Erlebens im Team schaffen.

Teamentwicklung geht übrigens auch virtuell.