Was bewirkt das klassische zweitägige Präsenztraining eigentlich wirklich? Um es mal gleich zu sagen, oft recht wenig. Die guten Vorsätze im Anschluss an zwei Tage Führungskräftetraining sind meist schnell vergessen, wenn die Hektik des Tagesgeschäfts am darauffolgen Montag wieder eintritt.

Schauen wir zunächst, wie Menschen lernen:

Zum einen lernen Menschen, wenn sie neue Erfahrungen zu relevanten Themen machen. Nachhaltiges Lernen braucht Emotionen und das geht über berührende Erlebnisse oder Gespräche. Beim reinen Wissenserwerb passiert da wenig, das gehört heute sowieso in die Vorbereitung und kann besser online abgebildet werden. Zum anderen gibt es die 10/20/70 Regel, die besagt, dass Menschen

  • zu 70 Prozent durch schwierige Aufgaben und Herausforderungen,
  • zu 20 Prozent durch ihr berufliches Umfeld und den Austausch mit Kollegen und Ihrer eigenen Führungskraft
  • zu 10 Prozent durch klassische Weiterbildung, Lesen von Büchern und Artikeln oder durch die Vermittlung von Lerninhalten in anderen Lernformaten

lernen.

 

Nachhaltiges Führungskräftetraining kann all dies bieten, und zwar unter folgender Voraussetzung:

  1. Um in der Rolle als Führungskraft immer sicherer zu werden und persönlich zu wachsen, braucht es Zeit; Zeit zur Reflektion, zum Ausprobieren und Zeit zum Austausch.
  2. Nachhaltig sind Führungskräftetrainings nur, wenn auch das Umfeld ein verändertes Verhalten bemerkt, begrüßt und unterstützt. Führung findet schließlich nicht im luftleeren Raum statt. Daher ist die Beteiligung des Umfeldes (die eigene Führungskraft, die Mitarbeiter, Prozesspartner) vor, während und nachher unerlässlich.
  3. Die klassische Wissensvermittlung, weiterführende Lerninhalte und Angebote zur Selbstreflektion haben keinen großen Platz mehr im Präsenztraining. Hier greift selbstgesteuertes, virtuelles Lernen.
  4. Die Präsenzmodule sind Gelegenheit, neue Erfahrungen zu machen. Dazu braucht es einen geschätzten Rahmen zum Ausprobieren und Üben in einer kleinen Gruppe, die über einen längeren Zeitraum Sicherheit und Nähe bietet, so dass Vertrauen entsteht
  5. Aus jedem guten Führungskräftetraining nehmen Teilnehmer etwas mit. Damit es nicht irgendetwas ist, sondern das, was gerade in der Situation notwendig ist, braucht es ein persönliches Lern- und Entwicklungsziel, welches mit der aktuellen Anforderung an die individuelle Führungssituation verbunden ist. Diese Führungsherausforderung zu finden und zu lösen, ist dann wirklich nachhaltig.

 

In diesem Sinne startet am 24. Januar 2019 die nächste Staffel des Basisprogramm Führung in Berlin.

  • Sie erhalten eine intensive Begleitung über drei Monate hinweg.
  • In diesen circa zwölf Wochen haben Sie Zeit und professionelle Unterstützung an Ihrer persönlichen Führungsherausforderung zu arbeiten.
  • Sie haben Gelegenheit neue Handlungsweisen auszuprobieren, zu justieren und zu festigen.
  • Sie erhalten vom mir und von den anderen Teilnehmern kollegiales und wertschätzendes Feedback zu Ihren Fragen und Themen, sowie, wenn gewünscht, zu Ihrer Person.
  • Die Teilnehmerzahl ist auf Acht begrenzt, so dass eine intensive Vernetzung entsteht und ich die Zeit habe, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.